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Schaumglas (CG)
Herstellung Schaumglas ist ein aus silikatischen Glas durch Zugabe von Treibmitteln werksmäßig aufgeschäumter, geschlossenzelliger Dämmstoff. Das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Schaumglas ist üblicherweise Quarzsand, der mit Spezialzusätzen (Calciumcarboat, Feldspat, Eisenoxyd etc.) zu Glas geschmolzen wird. Diese wird abgekühlt, zerkleinert und zu Pulver gemahlen. Diesem Pulver wird Kohlenstoff in feinst verteilter Form zugemischt. Beim Erhitzen in Öfen über 1000°C oxydiert der Kohlenstoff unter Bildung von Gasblasen, die den Aufschäumprozeß auslösen. Bei der Herstellung entsteht in geringen Mengen Schwefelwasserstoff aus dem Schwefelanteil im Kohlenstoff, der in den Zellen verbleibt.
Die Herstellung von Schaumglas erfolgt in Formen zu Blöcken, die auf Solldicke geschnitten werden.
Eigenschaften Schaumglas besitzt eine hohe Druckfestigkeit, nimmt kein Wasser auf, ist formstabil, schädlingssicher und frostbeständig nach DIN 52104. Weiterhin ist Schaumglas beständig gegen Nagetiere und Insekten, verrottungsbeständig, fäulnisresistent, alterungsbeständig und nichtbrennbar. Das Material besitzt gute Beständigkeit gegen Säuren (Ausnahme Fluorwasserstoffsäure), ist chemikalienbeständig, besonders gegenüber allen organischen Lösungsmitteln sowie bedingt laugenbeständig.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,040-0,060 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 840-1.100 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   ∞ (praktisch dampfdicht)
Brandschutzklasse: A 1 nichtbrennbar bzw. Euroklasse A (unkaschiert)
Temperaturbeständigkeit: -260°C bis + 430 °C
Rohdichte ρ: 100-165 kg/m³
Primärenergiegehalt: 750-1.600 kWh/m³
Anwendung Dach: Flachdachdämmung
Keller: Perimeterdämmung
lastabtragende Wärmedämmung (Industrie)
Bemerkungen Idealer Ersatzstoff für Polystyrol im Außenbereich; jedoch teurer.
Bei der Verarbeitung können geringe Mengen Schwefelwasserstoff freigesetzt werden, die einen faulen Geruch entstehen. Die Konzentration ligen unter dem MAK-Grenzwert.
Aufgrund seiner Sprödigkeit kann Schaumglas keine Punktlasten aufnehmen und muss deshalb plan aufliegen.
Umweltaspekte + nahezu unbegrenzter Rohstoffe und kurze Transportwege ,als Bauschutt deponierbar bzw. Downrecycling möglich, teilweise wiederverwertbar
- hoher Energieaufwand bei Herstellung, teilweise bei Verarbeitung mit Bitumen verklebt
Normen DIN EN 13167:2001-10
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Schaumglas (CG) - Spezifikation; Deutsche Fassung EN 13167:2001

DIN 18 174 (Januar 1981)
Schaumglas als Dämmstoff für das Bauwesen; Dämmstoffe für die Wärmedämmung.

ÖNORM EN 13167
Wärmedämmstoffe fuer Gebäude - Werkmässig hergestellte Produkte aus Schaumglas

AGI Q 137
Schaumglas als Dämmstoff für betriebstechnische Anlagen
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Blähglas (Schaumglas-Granulat)
Herstellung Blähglas wird aus den natürlichen Rohstoffen hergestellt. Glas, Wasser und Füller werden zu einer homogenen Rohmischung aufbereitet und in feste Granulate überführt. Aus den Granulaten werden dann in einem einfachen wärmetechnischen Prozess die verschiedenen Schaumprodukte aufbereitet.
Eigenschaften Die Schüttungen aus Blähgals sind verdichtbar, nichtbrennbar, besitzten eine hohe Belastbarkeit, sind unverrottbar und werden von Nagetieren nicht angegriffen. Das Granulat besitzt eine geschlossene Gitterstruktur.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,060-0,70 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 1.000 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   5
Baustoffklasse: A 1 nichtbrennbar
Rohdichte ρ: 110-200 kg/m³
Primärenergiegehalt: 350-1.000 kWh/m³
Anwendung Dach: geneigte Dächer
Decke: Hohlraumdämmung
Wand: zweischaliges Mauerwerke
Schotter, Sauberkeitsschicht
Bemerkungen -
Umweltaspekte + Recyclingprodukt, wiederverwendbar
- relativ hoher Energieaufwand bei der Herstellung
Normen Zulassungen
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