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Kokosfasern
Herstellung Kokosfasern werden aus dem Bast (Fruchthülle) von Kokosnüssen gewonnen. Nach einem Verrottungsprozeß werden die Fasern meist ohne Zusätze zu einem Vlies verarbeitet. Zur Verbesserung des Brandschutzes werden teilweise Borsalze und Ammoniumsulfat zugegeben.
Kokosfasern werden als Filz, Matte oder Platte angeboten und werden mitunter mit Bitumen imprägniert.
Eigenschaften Kokosfasern nehmen unter den Naturfasern eine Sonderstellung ein, da sie in Bereichen einsetzbar ist, wo sonst nur künstliche Dämmstoffe zum Einsatz kommen.
Die Kokosfaser ist innen hohl und hochelastisch. Dämmstoffe aus Kokosfasern besitzen gute Wärme- und Schalldämmeigenschaften. Die Faser besitzt durch pflanzeneigene Gerbstoffe eine hohe Beständigkeit vor dem Verrotten. Kokosfasern sind diffusionsoffen, wirken feuchteausgleichend, sind feuchtebeständig, strapazierfähig, formbeständig und insektensicher. Weiterhin sind Dämmstoffe aus Kokosfaser langlebig und elektrostatisch nicht aufladbar.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,040-0,050 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 1.300-1.600 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   1
Baustoffklasse: B 2 normalentflammbar
Rohdichte ρ: 40-90 kg/m³ (Stopfwolle)
70-120 kg/m³ (Filze, Platten)
Primärenergiegehalt: 95-200 kWh/m³
Anwendung Ausstopfen von Restflächen
Wand: Zwischenwand-/Hohlraumdämmung
Decke: Trittschalldämmung, Hohlraumdämmung
Vosatzschalen, Luftschalldämmung
Bemerkungen -
Umweltaspekte + ausreichende Resourcen vorhanden; nachwachsender Rohstoff, teilweise Kompostierung möglich
- lange Transportwege, Monokulturen
Normen DIN 18 165 Teil 1
Faserdämmstoffe für das Bauwesen; Dämmstoffe für die Wärmedämmung

DIN 18 165 Teil 2
Faserdämmstoffe für das Bauwesen; Dämmstoffe für die Trittschalldämmung
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