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Holzweichfaserdämmplatten (WF)
Herstellung Holzfaserdämmplatten - oder auch Weichfaserplatten - werden aus Nadelholzabfall i.d.R. ohne Zusätze hergestellt. Sie bestehen fast ausschließlich aus Restholz, welches zerkleinert, zerfasert und anschlißend unter Druck und Temperaturen um die 380 °C gepresst wird. Während dieses Vorgangs findet eine Verfilzung und Verklebung der Fasern durch die holzeigenen Harze statt. Zur Verbesserung des Flammschutzes und gegen Schimmelpilzbefall wird Ammoniumsulfat o.ä. hinzugeggeben.
Unterdeckplatten werden oft mit Bitumen, Latex oder Naturharzen imprägniert.
Eigenschaften Holzfaserplatten sind vielseitig einsetzbar, besitzen gute Wärmedämm- und Schalldämmeigenschaften. Durch die hohe Wärmespeicherfähigkeit und Dichte eignen sich Holzfaserdämmplatten besonders für Leichtbaukonstruktionen und den sommerlichen Wärmeschutz.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,040-0,055 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 2.000-2.100 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   5-10
Brandschutzklasse: B 2 normalentflammbar
Rohdichte ρ: 150-190 kg/m³
Primärenergiegehalt: 600-1.500 kWh/m³
Anwendung Dach: Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung
Decke: Trittschalldämmung, Abdeckung für Schüttungen
Wand: Leichtbau, Trennwandplatten, WDVS
Bemerkungen Holzfaserdämmplatten werden erst seit Anfang der 1990er Jahre großmaschinell gefertigt.
Umweltaspekte + Herstellung aus Abfallprodukt, nachwachsender Rohstoff, kompostierbar, wiederverwendbar
- hoher Energieaufwand bei der Herstellung, imprägnierte Platten sind nicht kompostierbar und gesundheitlich bedenklich
Normen DIN EN 13171:2001-10
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Holzfasern (WF)

DIN 68755
Holzfaserdämmplatten für das Bauwesen

ÖNORM EN 13171
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmässig hergestellte Holzfaserdämmstoffe
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Holzfasern, Holzwolle
Herstellung Holzfaser werden aus Nadelholzabfall ohne Zusätze hergestellt (siehe auch Holzfaserplatten). Die losen Holzfasern werden als Einblasdämmstoff verwendet. Durch Verfilzung und Verzahnung beim Einbringen wird die Setzungssicherheit erreicht.
Eigenschaften Holzfasern bieten hohe dampfdiffusionsoffenheit, haben hohe Wärmespeicherfähigkeit und wirken feuchteregulierend.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,045 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 2.000-2.100 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   1-2
Baustoffklasse: B 2 normalentflammbar
Rohdichte ρ: 30-60 kg/m³
Primärenergiegehalt: 560-800 kWh/m³
Anwendung Holhlraumverfüllung
Dach: Zwischesparrendämmung
Decke: Balkenzwischenräume
Wand: zwischen Holzständern
Bemerkungen -
Umweltaspekte + Herstellung aus Abfallprodukt, nachwachsender Rohstoff, kompostierbar, wiederverwendbar
Normen DIN EN 13171:2001-10
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Holzfasern (WF)
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Hersteller  



Holzspäne, Hobelspäne
Herstellung Ausgangsbasis für diesen Dämmstoff sind die in großer Menge verfügbaren Abfallspäne aus der Holzverarbeitungg von Weichholz (meist Fichten,- Kiefern oder Tannenholz). Die Holzspäne werden zur Verbesserung des Brandschutzes und gegen Pilzbefall mit Sodalauge und Molke imprägniert.
Der Einbau erfolgt in der Regel indem die Späne mit Hilfe von Spezialgeräten zwischen Schalungen eingebracht eingerüttelt und zu einem Vlies verdichtet werden. Hobelspäne werden auf dem Markt relativ selten allein, sondern meist als Bauelemente angeboten.
Eigenschaften Hobelspäne besitzen einigermaßen gute Wärmedämmeigenschaften, gute Schalldämmeigenschaften sowie eine sehr gute Wärmespeicherung. Auch wirken sie feuchteregulierend und ist gesundheitlich unbedenklich.
Der Einbau des Dämmstoffes ist nicht ganz unproblematisch, weshalb er vor allem für genormte Bauelemente verwendet wird.
Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit λ(R): 0,045-0,55 W/(m·K)
spez. Wärmespeicherkapazität c: 2.000-2.100 J/(kg·K)
Wasserdampfdiffusionswiderstand μ:   2-5
Baustoffklasse: B 2 normalentflammbar
Rohdichte ρ: 90-140 kg/m³
Primärenergiegehalt: 50 kWh/m³
Anwendung Dach, Wand: Einblasen oder Schütten in Hohlräume
Decke: Ausgleichschüttung auf Fußböden
Bemerkungen Der Dämmstoff wird erst seit realtiv kurzr Zeit angeboten.
Umweltaspekte + Abfallprodukt, geringer Energieaufwand, kompostierbar, unbedenkliche Konservierungsstoffe
Normen -
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